Windenergie ist unerschöpflich

In der Mythologie sind Winde nicht bloße Luftbewegungen, sondern übernatürliche Manifestationen, die Absichten der Götter darstellen. Einerseits wird die Unverlässlichkeit des Windes berücksichtigt, andererseits ihre fühlbare Wirkung trotz ihrer Unsichtbarkeit.
Im Vorfeld von Windkraftprojekten wird die Energiequelle Wind gründlich untersucht. Dies ist wegen der starken Unterschiede der Windgeschwindigkeit notwendig, die gerade im Mittelgebirge oder in der Umgebung von Waldstücken auftreten können. Die Potenzialkarte zeigt diese enormen Schwankungen des Ertragspotenzials.

Die Suche günstiger Standorte für Windkraftanlagen anhand derartiger Karten ist oft der erste Schritt zur Einschätzung der möglichen Windernte in einer Region. In der Regel werden vor der Installation von Windkraftanlagen in der Umgebung des geplanten Windparks Windmessungen durchgeführt und ausgewertet. Die Windgeschwindigkeitswerte werden dabei gleichzeitig in mehreren Höhen erfasst, die Messergebnisse gelangen bei entsprechender technischer Ausstattung per Funkmodem direkt auf den Computer zur Auswertung (s. Abbildung).

Da Windmessungen einen nicht geringen finanziellen und zeitlichen Aufwand verursachen, wird in vielen Fällen auf die Messwerte der zum Projekt nächstgelegenen Messstation zurückgegriffen. Für die Umrechnung des Windklimas vom Messstandort zur Position der geplanten Anlagen wird eine Strömungssimulation verwendet, die Gegebenheiten wie das Bodenrelief oder Wälder und Siedlungen in der Umgebung der Standorte berücksichtigt. In späteren Stadien des Projekts wird neben den Windbedingungen am Standort auch die gegenseitige Abschattung der Anlagen im Windpark berücksichtigt. Die Optimierung der Anlagenstandorte im Sinne eines maximalen Ertrages ist dann eines des Kriterien zur konkreten Festlegung der Position der Anlagen.

Weiterführende Links zum Thema:

www.windgutachten.de

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